7 Vorteile einer trainierten Bein- und Gesäßmuskulatur

Beinpresse

Neben den gesundheitlichen Aspekten einer kräftigten und gut trainierten Bein- und Gesäßmuskulatur spielen vor allem auch geschlechtsspezifische Unterschiede beim Unterkörpertraining eine wichtige Rolle, denn häufig liegt dem Training einer unterschiedliche Motivation zugrunde.

Unterschiedliche Motivation von Frauen und Männern

Kniebeuge mit LanghantelFrauen haben aufgrund anatomischer Gegebenheiten ein Interesse daran die Bein- und Gesäßmuskulatur zu trainieren. Im Alltag werden Frauen auch häufig genau in dieser Region nach Schlankheit und Straffheit bewertet.

Männer hingegen fokussieren sich eher auf die sichtbaren Bereiche wie Arme, Schultern, Brust und Rücken, da Sie in diesen Regionen von anderen bewertet werden. Das Beintraining wird da gern einmal vernachlässigt, mit fatalen Folgen für die Effektivität des gesamten Trainings!

Werden die Beine im Alltag ausreichend trainiert?

Ein fataler Irrtum ist, dass viele Menschen nach wie vor glauben, dass die Beinmuskulatur im Alltag bereits ausreichend trainiert wird und daher kein separates Training erforderlich ist. Die Beinmuskulatur schrumpft bei Alltagsbelastung auf das Niveau, dass für die alltäglichen Aufgaben benötigt wird.

Bein- und Gesäßmuskulatur sind jedoch nicht auf Gefahrensituationen, das Heben schwerer Lasten oder eine vollumfassende Stützung der Wirbelsäule vorbereitet.

Diese 7 Vorteile des Unterkörpertrainings musst Du kennen

Im Folgenden stelle ich Dir 5 Vorteile des Bein- und Gesäßtrainings vor. Fangen wir direkt an!

1. Kraftgrundlage

Ein kräftiges Fundament ist wichtig, damit der gesamte Körper gestärkt und fit für den Alltag gemacht werden kann. Als Kraftgrundlage dienen Beine und Gesäß besonders im Alltag als wichtige Muskelgruppen, z. B. beim Heben schwerer Gegenstände (z. B. bei einem Umzug), beim Anschieben eines Autos oder beim Sport.

2. Stabilisierung

Bei der Stabilisierung kommt der Unterkörpermuskulatur ebenfalls eine große Bedeutung zu, denn die Bein- und Gesäßmuskulatur ist an vielen Bewegungen beteiligt und arbeitet durch sogenannte Muskelschlingen eng mit der Rumpfmuskulatur (Bauch- und Rückenmuskulatur) zusammen. Eine gut trainierter Unterkörper sorgt für eine stabile Körperstatik der Wirbelsäule und des gesamten Bewegungsapparats.

3. Schutzfunktion

Aber auch in Gefahrensituationen, wie z. B. beim Ausweichen eines herannahenden Autos oder LKW sind kräftige Beine wichtig. Wer seine Bein- und Gesäßmuskulatur trainiert, kann diese Aufgaben besser bewältigen und ist auch in Gefahrensituationen besser gerüstet.

4. (Ganzkörper-)Muskelaufbau durch Hormonausschüttung

BeinpresseDurch ein effektives Beintraining zu einem größeren Bizeps? Was sich zunächst lächerlich anhört ist aber durchaus richtig. Da die Bein- und Gesäßmuskulatur die größte Muskelgruppe im Körper bildet, kommt es beim Trainingsreiz zu einer intensiven Ausschüttung von Wachstumshormonen (z. B. Somatropin).

Diese Wachstumshormone wirken im gesamten Körper und begünstigen auch den Muskelaufbau der gesamten Körpermuskulatur. Wer Bein- und Gesäß trainiert, tut damit etwas für den ganzen Körper und wer darauf verzichtet, lässt viel Wachstumspotenzial ungenutzt!

5. Gelenkschutz

Bei Belastungen im Alltag oder beim Sport werden die Knie- und Hüftgelenke verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Eine gut trainierte Bein- und Gesäßmuskulatur bildet eine Art Puffer und entlastet und schützt die Gelenke. Aus diesem Grund wird bei der klassischen Physiotherapie bei Gelenkschmerzen und Problemen anderer Art die umliegende Muskulatur gekräftigt.

6. Verkalkungsprävention der Blutgefäße

Da es sich bei der Bein- und Gesäßmuskulatur um die größten Muskelgruppen im Körper handeln, bedürfen dieser auch einer ausreichenden Durchblutung. Auch noch Stunden nach dem Training wird die Muskulatur besser durchblutet, was nicht nur eine bessere Nährstoffversorgung garantiert, sondern auch Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden werden reduziert.

7. Unabhängigkeit und Flexibilität im Alter

Es mag für den ein oder anderen Leser belanglos klingen, aber für ältere Menschen ist es von großer Bedeutung, sich möglichst lang selbstständig zu bewegen, hinzusetzen und aufstehen zu können.

Umso besser man den Unterkörper trainiert und fit hält, desto länger kann man von einer gesteigerten Lebensqualität im Alter profitieren. Durch nicht notwendige Pflege und die Bereitstellung von z. B. Gehhilfen werden auch die Krankenkassen und damit die Staatskasse entlastet.

Fazit

Es gibt viele gute Gründe, warum dem Unterkörpertraining besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, denn es profitiert der gesamte Organismus. Das Training der Bein- und Gesäßmuskulatur sollte für Frauen und Männer fester Bestandteil des Trainingsplans sein.

Über Silko 12 Artikel
Silko ist angehender Fitnesscoach mit Fitnesstrainer-A/B-Lizenz und Personal-Trainer-Lizenz (Medical Fitness). Du kannst Dich von ihm individuell und online coachen lassen, damit Du Deine Ziele noch schneller erreichst.

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